„The 100“ – Serienreview

Hallihallo,

hier ist sie: meine erste Serien-Review.

Ich wusste wirklich nicht so recht, welche Serie auf meinem Blog den Anfang machen soll. Schlussendlich habe ich mich, wie ihr seht, für „The 100“ entschieden – eine Serie, die für meine Verhältnisse und meinen Geschmack doch sehr ungewöhnlich ist und daher einen Start der besonderen Art bietet. Aber der Reihe nach.

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„The 100“ läuft seit 2014 auf dem amerikanischen Sender CW und hat zum jetzigen Zeitpunkt 4 Staffeln, die 5. wurde vor kurzem bestätigt.

Plot Basics:
Eine nukleare Katastrophe hat die Zivilsation der Erde zerstört. Seit jeher leben die Überlebenden im All.
97 Jahre nach der Katastrophe wagen sie den Versuch, 100 Teenager zurück auf die Erde zu schicken, um den Planeten Stück für Stück wieder aufzubauen. Die Hauptfiguren sind zunächst Clarke Griffin und ihre Mutter, Dr. Abigail Griffin.
Als Clarke und die anderen Teenager, darunter Bellamy, Octavia, Jasper, Monty und John, genannt „Murphy“, jedoch auf der Erde landen, müssen sie dort feststellen, dass die Erde die vielen Jahre über nicht ganz unbewohnt war: sie treffen dort auf die „Grounders“.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass die Story an sich mich nicht von Anfang an gereizt hat. Der Grund, weshalb ich dann doch einschaltete, war schlichtweg der Hype. Plötzlich sprachen alle links und rechts darüber und wie spannend die Geschichte sei – also dachte ich mir: why not?

Die erste Staffel, welche übrigens nur 13 Folgen hat, hat mir richtig gut gefallen. Ich war selbst überrascht. Man sieht sehr viel Blut und viele harte Kampfszenen, was bis dato eigentlich gar nicht mein Metier war. Ich musste auch das ein oder andere Mal wegschauen 😉 aber ich konnte es weitestgehend ausblenden, da mir die Einführung in die Geschichte sowie die Charaktere – besonders Clarke, die eine starke Anführerin ist, und Octavia, der niemand auf der Nase rumtanzt, so gut gefallen haben, dass ich jede Folge mit Freude gesehen habe.

Bei der zweiten Staffel hatte ich das Gefühl, dass die Serie „erwachsener“ wurde. Damit meine ich nicht, dass sie für erwachsenes Publikum attraktiver wurde, sondern dass die Geschichte in sich „gewachsen“ ist. Die Ereignise ziehen von den Wäldern in einen Untergrundkomplex, in dem sich eine ganze Meute an Menschen befindet, die nie rausgehen durften. Grund dafür ist, dass sie keine Sonneneinstrahlung gewöhnt sind – die Grounders hingegen schon. Was da passiert ist, liegt nun an Clarke und ihren Kumpanen, rauszufinden.
In Staffel 2 wurde außerdem ein Charakter eingeführt, der für den Verlauf der Geschichte nicht ganz unwichtig sein sollte: Lexa, die Anführerin der „Grounders“. Diese entwickelt im Laufe der Zeit eine Liebesgeschichte mit Clarke. Ich denke, auch das ist ein schwerwiegender Grund, warum „The 100“ so viele Fans hat: LBGT Repräsentation. Diese ist durchaus wichtig und zwischen Lexa und Clarke spürt man wirklich die Chemie und Spannung. Das ist sehr gut gespielt worden, denn die Romanze wirkt echter und natürlicher als so manche Hetero-Beziehungen in Hollywood-Filmen. Chapeau an dieser Stelle an die beiden Schauspielerinnen, Eliza Taylor (Clarke) und Alycia Debnam-Carey (Lexa).

Kommen wir zu Staffel 3. Tja. Leider kann ich hierzu nicht viel sagen, dann ich habe ab der 8. Folge die Serie abgebrochen.
Die Geschichte, die sich meiner Ansicht nach in den beiden Staffeln zuvor sehr gut entwickelt hatte,  wird hier mit einem sehr harten Bruch zur dritten Staffel hin um 180 Grad gewendet. Es gab irgendwie keine weichen Übergänge, sondern der Bruch kam mir sehr hart vor. Plottwists, die durchaus auch in der ersten Staffel vorkamen, kamen mir nicht mehr wirklich logisch vor. Ich mag Plottwists eigentlich sehr – wenn sie denn gut gemacht sind und zum sonstigen Verlauf passen. Außerdem wurden Charaktere auf eine Art und Weise getötet, die überhaupt nicht zur Folge an sich gepasst hat. Die Brüche fanden also nicht nur innerhalb der Staffeln statt, sondern auch in einzelnen Folgen
Hauptcharaktere sind in manchen Folgen einfach nicht aufgetaucht, und wenn, dann nur für 2-3 Minuten – in einer 40 Minuten Folge. Auch hier gilt: dem hätte ich grundsätzlich nichts entgegenzusetzen, wenn es die Geschichte nach vorn bringen würde. Das war hier aber nicht der Fall.

Fazit:
„The 100“ hatte in den ersten beiden Staffeln – besonders aber in der ersten, in der die Geschichte mit schnellen Ereignisabwicklungen gespickt erzählt wurde und man die Charaktere schon ab der ersten Folge ins Herz geschlossen hat – sehr viel Potenzial. Leider fanden aber ab der dritten Staffel einige Logikfehler in Geschichte und Cast ihren Weg in die Serie. Das Potenzial wurde erst mühsam (und sehr schön!) aufgebaut und dann fallengelassen. Wenn ich mir meine persönliche Spannungskurve vorstelle, so würde diese in den ersten 3-4 Folgen der ersten Staffel erst rapide nach oben gehen, dann mit der zweiten Staffel minimal tiefer gehen aber trotzdem noch sehr weit oben beiben und dann mit der dritten Staffel sehr weit abfallen. Das finde ich persönlich gerade deswegen schade, weil ich ja erst gezögert hatte und dann überraschend in den Bann gezogen wurde.

Vielleicht sehe ich mir die ersten beiden Staffeln aber irgendwann nochmal an, um einen anderen Blick darauf zu bekommen. Dann habe ich ja auch nicht mehr den „Druck“, wissen zu wollen, was in der dritten Staffel noch passiert und kann das ganze besser wirken lassen.

Meine Gesamtwertung für „The 100“ beträgt 2,5 von 5 Sternen.

Habt ihr „The 100“ gesehen? Seid ihr vielleicht sogar up to date? Wie denkt ihr über die Serie im allgemeinen und die von mir angemerkten Kritikpunkte im besonderen? Lasst es mich gerne wissen! 🙂

PS: meine künftigen Serien-Reviews werden nicht zwingend so aufgebaut sein wie diese hier, sprich, ich werde nicht jedes Mal die einzelnen Staffeln beleuchten. Das könnte unter Umständen ermüdend weren 😉 aber hier hat es eben gepasst.

Ein schönes Wochenende wünscht

* Janina

 

4 Gedanken zu „„The 100“ – Serienreview“

  1. Ich habe nur die erste Staffel gesehen und die nächsten Folgen dann irgendwie aus den Augen verloren. Aber jetzt habe ich wieder richtig Lust, mal wieder zu schauen 🙂
    Liebste Grüße
    Carmen

  2. Huhu…

    Interessant. Hab jetzt nur durch die Werbung von dieser Serie erfahren und wollte sie mir eigentlich anschauen. Doch habe ich den Anfang verpasst und so, geht sie derzeit irgendwie an mir vorbei. Doch möchte ich demnächst anfangen und die erste Staffel anschauen. Bin selber schon sehr gespannt, den die Art der Serie, finde ich recht spannend.

    Alles liebe

  3. Ich verfolge The 100 auch gerne und die ersten beiden Staffeln sind ebenfalls meine Favoriten bisher. Bei der dritten Staffel war es so, dass ich die ersten Folge ebenfalls nicht so gut fand, aber aber der Hälfte ging es dann definitiv aufwärts. Den Ausgang des Staffelfinales konnte man zwar vorhersehen, aber das finde ich gar nicht schlimm, weil es nun mal eine ziemlich interessante Storyline für die 4.Staffel gelegt hat, auf die ich nun wieder sehr gespannt bin. Die Trailer sahen da wirklich gut aus und es scheint auf den ersten Blick so, als würde man das Potenzial auch nutzen. Aber da ich noch keine Folge gesehen habe, ist das jetzt nur eine Wertung anhand des ausführlichen Trailers.

    Was die Figurentode anbelangt, die wirken definitiv erzwungen, waren aber auch nicht unbedingt geplante und anderen Umständen geschuldet. Alicia Debnam-Carey hat ja eine Hauptrolle in Fear the Walking Dead und musste deshalb aus der Serie rausgeschrieben werden. Und was Ricky Whittle anbelangt, der den Lincoln spielt, er hat die Serie auf persönlichen Wunsch verlassen, da es leider Mobbingvorfälle am Set gab. Nicht mit dem Cast, aber leider mit dem Produzenten. Falls du da mal interessiert bist, da findest du einige ehrliche Worte von ihm zu im Internet ;). Denke mal, dass das deshalb auch sehr erzwungen gewirkt hat und nicht so ganz in die Handlung passen wollte. Von wem ich ja leider sehr genervt war, war Jasper. Dessen Charakter hat man in meinen Augen in der dritten Staffel echt kaputt geschrieben. Er ging mir am Ende wirklich auf die Nerven.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Dankeschön für das liebe Kompliment :).
    Also ich muss gestehen, dass ich halt generell kein Fan von Comedyserien bin, deshalb habe ich da keine wirklichen Lieblinge. Bei The Big Bang Theory ist es eher so, dass ich das ab und an mal zu später Stunde schaue, wenn sonst nichts kommt, aber das ist definitiv sehr unterhaltsam und in einen Augen eine der qualitativ hochwertigen Comedys, wo die Witze auch wirklich innovativ und neu sind. Aber gerade wenn Serien so lange laufen, dann gehen die Meinungen da ja generell auseinander. Vielen ist das dann einfach zu lange, während andere immer noch begeistert sind. Sieht man ja auch bei Greys Anatomy oder Supernatural. Da teilen sich die Meinungen mittlerweile ja auch, aber die Quoten sind ja immer noch top.

    Also mir gefällt es richtig gut. Ich würde es auch nicht als typische Krimi Serie einordnen, eher in Richtung Action. Im Mittelpunkt steht ja immer der Ausbruch aus einem Gefängnis. Das muss man schon mögen, denn sonst könnte die Serie irgendwann langweilig werden.

  4. Hi Janina,
    ich habe dich grade über deinen netten Kommentar auf meinem Blog gefunden 😉 Ich sehe das echt genauso wie du! Ich habe die Serie auch ungefähr da abgebrochen, wo du aufgehört hast. Die ersten zwei Stafeln fand ich toll, aber irgendwie wurde mir in der dritten Staffel zu viel „kaputt“ gemacht und es hat mich irgendwann nur noch gelangweilt.
    LG Cara

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