„Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ – Filmreview

Heute möchte ich einen Animationsfilm der Sony Pictures Animation und Columbia Pictures aus dem Jahre 2009 reviewen. Es handelt sich dabei wenig überraschend um „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“. Bevor ich jedoch so richtig starte, möchte ich auf einen Punkt eingehen, nämlich…

Was? 2009? Wie kommst du 8 Jahre später auf die Idee, über so einen Film zu schreiben?


Das ist im Prinzip ganz leicht zu beantworten: Ich wusste quasi schon immer, dass ein Film mit dem Titel existiert, er hat mich aber nie wirklich gereizt. In den Jahren 2009/2010 war ich 13 bzw. 14 Jahre alt und ich hätte ohnehin niemanden gefunden, der mit mir da rein gegangen wäre. 😉 (Heute weiß ich es besser und ich würde einfach alleine gehen, aber das nur nebenbei.)
Jetzt habe ich den Film Netflix wiedergefunden und hatte am vergangenen Sonntag spontan Lust darauf.
Soviel dazu, jetzt geht es auch schon los.

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„Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ handelt von einem Wissenschaftler namens Flint Lockwood, der zwar sehr interessiert daran ist, Dinge zu erfinden, mit diesen aber leider nie wirklich Erfolg hat. Sein Vater steht nach den ganzen vergeblichen Versuchen auch nicht mehr hinter ihm. Doch eines Tages kommt Flint DIE Idee: er entwickelt eine Maschine, welche Wasser in Essen verwandeln kann. Dabei lernt er die Reporterin Sam Sparks kennen, welche er – im Gegensatz zu seinem Vater – von Anfang an auf seiner Seite hat. Und ab da beginnt das Abenteuer.

Sehr ulkig finde ich schonmal den Titel des Filmes – dieser mag zwar ziemlich lang und ungewöhnlich sein, für mich ist er das jedoch auf eine positive Art, da er dem Film irgendwie eine gewisse Note verleiht, der ihn unvergesslich macht.
Unvergesslich und auch unvergleichlich ist auch der Kern der Geschichte. Wasser in Essen verwandeln, ich meine – hallo? Wie cool ist das denn? Ich weiß, wir sprechen hier immer noch von einem Animationsfilm, wo ja theoretisch alles möglich ist, aber dennoch möchte ich dieses sehr schöne Konzept nicht unerwähnt lassen. 😉

Was aber der Haupt-Knackpunkt ist, weshalb mir „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ super gut gefallen hat, ist die Animation. Ganz besonders in Kombination mit dem „Essen fällt vom Himmel“ Thema. Der Film wird einfach im wahrsten Sinne des Wortes zum Augenschmaus und wir erleben eine kunterbunte Welt, in der es an jeder Ecke etwas zu entdecken gibt.

Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung des Vater-Sohn-Konfliktes – der Sohn ist ein verrückter Wissenschaftler, dem die Haare buchstäblich zu Berge stehen und der immer etwas neues ausprobieren will. Der Vater hingegen ist ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht – er betreibt eine Sardinenfirma – und mit Träumereien nicht viel anfangen kann. Auch das ist kein unbekanntes Konzept aus Filmen im allgemeinen, dennoch ist es meiner Meinung nach hier viel tiefgehender und deutlicher herausgearbeitet worden als bei anderen Animationsfilmen – unter anderem auch von Disney.

Dennoch habe ich auch zwei kleine Negativpunkte anzumerken.
Das ist zum einen die Romanze zwischen Flint und der Reporterin. Ich denke einfach, sie hätte nicht unbedingt in den Film gemusst. Sie stört mich nicht direkt, aber der Film wäre auch ohne Liebesgeschichte super ausgekommen. Sie wirkt auf mich leicht überflüssig und eher so, als ob die Macher sich gedacht haben, dass sie ohne Romanze niemanden für den Film begeistern können. Das finde ich etwas schade.
Zum anderem finde ich den Film mit 100 Minuten etwas zu lang. Er ist mit dieser Lauflänge in der Sparte der Animationsfilme keineswegs ein Einzelfall, denn gerade auch bei Disney gibt es Filme, die gleich lang oder sogar länger sind. Ich finde aber, dass diese Geschichte mit 10-15 Minuten weniger genauso gut hätte erzählt werden können. (Das könnten ja die 10-15 Minuten gewesen sein, in denen die Liebesgeschichte mit der Reporterin im Vordergrund steht…. 😉 )

Fazit
Mit „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ bekommt man meiner Ansicht nach ein kunterbuntes Abenteuer mit witzigen Figuren, einer sehr kreativen Grundidee und einer wunderschönen Animation. Dadurch ist er für mich aus den Tiefen der Animationsfilme herausragend gut gelungen und könnte durchaus ein paar Animationsfilme aus dem Hause Disney an die Wand spielen. Das einzig negative ist, dass er ein paar Minuten zu lang geraten ist und dass es keine Liebesgeschichte gebraucht hätte, aber das ist Meckern auf relativ hohem Niveau.
Ich denke, dieser Film eignet sich für eine relativ große Bandbreite an Publikum – wenn ihr jugendlich seid, wenn ihr Erwachsen seid und ob ihr Kinder habt oder auch nicht – wenn ihr Animationsfilmen etwas abgewinnen könnt, so ist es sehr schwer, bei diesem Film enttäuscht zu werden.

Meine Bewertung beträgt 4,5 von 5 Sternen.

Noch ein kleiner Tipp: Wenn ihr ein Netflix-Abo habt, müsst ihr für einen tollen Filmspaß – bis auf 100 Minuten Zeit – rein gar nichts investieren 🙂

Aber vielleicht kennt ihr den Film ja auch schon? Ich denke, dass die Chance aufgrund des „Alters“ da eher groß ist. Schreibt mir gerne, wie ihr darüber denkt und wenn ihr ihn noch nicht kennt, ob ich euer Interesse geweckt habe!

Liebe und eine-Wasser-in-Essen-verwandelnde-Maschine-herbeiwünschende Grüße von


* Janina

2 Gedanken zu „„Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ – Filmreview“

  1. Hallo, ich habe den Film erst vor kurzem wieder gesehen da meine beiden Söhne da total drauf abfahren :D. Riesen Lebensmittel was will man mehr . Viel zu lachen 😉

    LG Nadine

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